Die Zahlen sind rekordverdächtig: Die ertragsreichste Solarfassade Europas mit einer Gesamtfläche so gross wie ein Fussballfeld. Mit 2'100 verbauten Solarpanels und einer jährlichen Stromproduktion von etwa 400'000 kWh, was den Jahresbedarf von rund 100 Haushalten deckt.
Doch nicht nur die Zahlen sprechen für die Energie-Innovation in der K3 Handwerkcity. Das Konzept und ein solidarischer Gedanke hinter dem Bau zeigen auf: Die Initiantinnen und Initianten vom K3 gehen die Zukunft ganzheitlich und nachhaltig an. Wir begleiten Dieter Stutz, Verwaltungsrat der K3 Immobilien AG, durch den aussergewöhnlichen Gewerbebau.
Unterwegs mit Dieter Stutz durch die K3 Handwerkcity

Einzigartiges Konzept für die Zusammenarbeit
«Alles basiert auf drei Säulen», erklärt Dieter Stutz, als wir ihn nach dem Konzept hinter dem K3 fragen. Die erste Säule bezieht sich auf den Zweck der K3 Handwerkcity: Wie der Name schon sagt, finden im Büro- und Gewerbekomplex verschiedenste Handwerkbetriebe zusammen – von Gipsern, Elektrikern, Haustechnikern, Malern bis hin zu Architektur- und Ingenieurbüros. Zwischen den verschiedenen Geschäften entstehen Synergien und gemeinsame Projekte. «Zum Beispiel, wenn alle zusammen einen Arbeitssicherheitskurs oder ein Mitarbeiterfest planen. Das liegt für viele Betriebe einzeln nicht drin – gemeinsam schon.» Auch handwerkfremde Betriebe finden im K3 ein Zuhause. So beherbergt der Bau auch zwei Autogaragen, ein Restaurant und ein Fitnessstudio.
Innovative Energiezentrale
Handwerkbetriebe, Restaurant oder Fitnessstudio – sie alle haben einen unterschiedlichen Energiebedarf. Das K3 deckt diesen Bedarf fast ausschliesslich mit der eigenen Stromproduktion ab. So überrascht es nicht, dass die zweite Säule des K3 die Energie-Innovation ist. «Wir wollen Nachhaltigkeit tatsächlich leben, nicht nur davon reden», erklärt Dieter Stutz. Im K3 wird der grösste Teil des Energiebedarfs über die riesige Solaranlage abgedeckt, welche die gesamte Fassade und das Dach bekleiden. Wird die Sonnenenergie einmal knapp, kommt ein Blockheizkraftwerk zum Zug, das mit 100% Biogas betrieben wird. Für die Wärme- und Kälteversorgung ist eine zwei Stockwerke hohe Wärmepumpe aktiv. In der Energiezentrale des K3 laufen alle Fäden zusammen: Zwischen riesigen Anlagen, Steuerungen und Messgeräten steht Dieter Stutz und erklärt: «Es ist spannend zu sehen, wie verschiedene Energieträger gemeinsam funktionieren und einen effizienten Betrieb ermöglichen. Die Empa nutzt das K3 als Forschungsort, um diese Effekte in der Praxis zu untersuchen.»
Blick in die Energiezentrale
Solaranlagen für Unternehmen: Unkompliziertes Contracting macht es möglich
Für das ehrgeizige Projekt und die Finanzierung der Energieinfrastruktur hat sich die K3 Immobilien AG mit die werke zusammengetan. Gemeinsam wurde das Projekt geplant und umgesetzt. Nun profitieren die Mieterinnen und Mieter in der K3 Handwerkcity von günstigem Strom, der vor Ort produziert wird. Liefert die Solaranlage mehr, als die K3-Mieter verbrauchen, werden die Überschüsse ins Netz gespiesen und können von anderen Kundinnen und Kunden als «strom wallisellen» bezogen werden. Dieses Contracting-Modell hat für Dieter Stutz viele Vorteile: «die werke bringen das Know-how ein und verwalten die gesamte Energieproduktion inklusive der Abrechnung mit den Mieterinnen und Mietern. Wir profitieren von erneuerbarem Strom, der erst noch günstig ist.»
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«Solarstrom produzieren wir nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern auch für unsere Enkel und Urenkel» Dieter Stutz, Verwaltungsrat K3 Immobilien AG, im Beobachter Magazin, Oktober 2020
Nachhaltigkeit ganzheitlich gedacht
Doch nicht nur die Zusammenarbeit unter den Handwerksbetrieben und die innovative Energieproduktion machen die K3 Handwerkcity zu dem, was sie heute ist. «Besonders wichtig ist uns auch ein soziales Engagement – gewissermassen die dritte Säule unserer Arbeit», meint Dieter Stutz. «Ein fixer Teil des Nettogewinns fliesst als Baurechtszins an die Stiftung Sandrose, die sich für Menschen in Not einsetzt.» Dieser partizipative Ansatz sei ein Novum im Immobilienmarkt, erklärt Stutz und lächelt.
Das Lächeln steckt an. Und es bleibt, als wir die K3 Handwerkcity verlassen, beeindruckt über so viel Engagement für Zusammenarbeit, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit.





