Mit dem Energieverbund SaisonLink werden wir einen Teil der Liegenschaften in Wallisellen und Umgebung mit nachhaltiger Fernwärme erschliessen. Anfang 2026 beginnt das Vorprojekt: Es definiert Versorgungsgebiete, präzisiert die Kostenschätzung und erarbeitet ein Versorgungskonzept. Ab 2028 soll der Ausbau in Etappen starten. Bis 2035 investieren wir CHF 100 bis 150 Millionen in diesen Energieverbund. In der Planung arbeiten wir eng mit der Stadt Wallisellen zusammen.
Der erste Ausbauschritt ist gemäss aktuellem Planungsstand ab 2028 im Gebiet Wallisellen West vorgesehen. Bereits heute werden die ersten Anschlüsse geprüft. Detaillierte Informationen zu den Anschlussmöglichkeiten sowie individuelle Angebote werden ab voraussichtlich Mitte Oktober 2026 auf www.saisonlink.ch verfügbar sein.
Energieverbund SaisonLink – Nachhaltige Wärme aus der Region
Heute entsteht ein Drittel aller CO2-Emissionen in der Schweiz beim Heizen und Kühlen. Erneuerbare Lösungen sind gefragt, welche uns zukünftig zuverlässig und fossilfrei versorgen. Wir setzen auf thermische Netze – auch bekannt als Fernwärme oder Fernkälte – und damit auf lokale Wertschöpfung. Aus diesem Grund haben wir das Projekt Energieverbund SaisonLink ins Leben gerufen.
Was sind thermische Netze?
Thermische Netze sind Systeme, die Gebäude über Leitungen mit Wärme zum Heizen und teilweise auch mit Kälte zum Kühlen versorgen.
Anstatt dass jedes Gebäude seine eigene Heizung betreibt, wird die Wärme zentral erzeugt – zum Beispiel aus natürlichen Quellen wie Abwärme, Grundwasser oder Erdwärme – und über ein Leitungsnetz verteilt. Dadurch können verschiedene Energiequellen kombiniert und besonders effizient genutzt werden. Das macht thermische Netze zu einer attraktiven Alternative zu individuellen Heizlösungen wie Luft-Wärmepumpen oder Erdwärmepumpen.
Klare Vorteile:
- Lokale Wertschöpfung - die Investitionen bleiben in der Region
- Reduktion von CO₂-Emissionen durch die Nutzung erneuerbarer Energien und Abwärme
- Hohe Versorgungssicherheit
Die entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung eines thermischen Netzes sind vorhandene lokale Energiequellen, ein genügend hoher Wärmebedarf im Einzugsgebiet und die Bereitschaft der Liegenschaftseigentümerschaft, sich ans Netz anzuschliessen.
Ein innovatives Energiekonzept - so funktioniert’s
Das Energiekonzept setzt auf verschiedene lokale und erneuerbare Energiequellen. Zu einem grossen Teil wird die Abwärme der nahegelegenen Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Hagenholz in Zürich genutzt. Da diese Energie aber in den Wintermonaten von der Stadt Zürich benötigt wird, kombinieren wir mehrere Technologien, um auch im Winter eine Versorgung sicherzustellen: Grosswärmepumpen, ein saisonaler Geothermiespeicher (Erdwärmesondenfeld) sowie Biogas zur Spitzenlastabdeckung. Die Idee dahinter: Die kostengünstige Sommerabwärme der KVA Hagenholz wird in einem Geothermiespeicher zwischengelagert und steht im Winter zur Verfügung. So lässt sich die Wärme effizient und klimafreundlich nutzen.
Das Konzept wurde gemeinsam mit der Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil entwickelt. Es ist modular aufgebaut und kann bei steigender Nachfrage flexibel erweitert werden.
Versorgungsgebiete
Thermische Netze sind nur in Gebieten mit dichter Bebauung und entsprechend hohem Wärmebedarf wirtschaftlich sinnvoll. In Gebieten mit geringerer Energiedichte sind individuelle Lösungen wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen oft die kostengünstigere Alternative. Mehr dazu unter: Heizungsersatz.
Wichtig für die Wahl der Gebiete, die mit einem thermischen Netz versorgt werden, sind neben der Energiedichte, die Nähe zu einer Hauptleitung sowie das Vorhandensein von grossen Wärmeverbrauchern (z.B. Schulen etc.).
Ende 2026 liegen die Versorgungsgebiete des Energieverbundes SaisonLink vor.
Terminplan

Änderungen im Terminplan sind möglich.




