«Mit Strom autofahren?», fragte vor sieben Jahren so mancher stirnrunzelnd, als Jonas Alder sich sein erstes Elektroauto kaufte. «Die Ladestation wurde bei der Wohnungssuche zum Musskriterium», schmunzelt der Software-Ingenieur. Heute ist die Elektromobilität für ihn gelebte Realität: inzwischen mit zwei Fahrzeugen, einem Tesla und einem E-Töff. «Wir laden beides in der Tiefgarage», erklärt der 35-Jährige. «Die Installation war für die Verwaltung damals Neuland.»
Jeder kann etwas ändern
Wenn es um Nachhaltigkeit geht, sind er und seine Partnerin Isabel Schacher gerne vorne mit dabei. «Was früher noch nicht so komfortabel war, ist heute praktisch und faszinierend», findet die 36-Jährige. «Uns stehen so viele Technologien und Möglichkeiten zur Verfügung, mit denen alle etwas bewegen können.»
«Der beste Strom ist der eigene»
Egal ob Mobilität, Wohnen mit Solarstrom, Essen oder Kleider – das Walliseller Paar lebt ressourcenbewusst und investiert gezielt in klimafreundliche Lösungen: in Elektromobilität, lokalen Solarstrom von die werke und in eine eigene Balkonsolaranlage. «Der beste Strom ist der selbst produzierte», sagt Alder.
Nachhaltige Innovation auch im Beruf
Für den Job steigen beide auf den ÖV um. «In Wallisellen ist man perfekt angebunden, ohne mitten in einer Grossstadt leben zu müssen», schwärmt Alder, der sich auch beruflich Tag für Tag für nachhaltige Projekte ins Zeug legt. Sein Arbeitgeber Climeworks stellt Anlagen her, die CO2 aus der Luft entfernen. Auch Isabel Schacher wirkt als User Experience Designerin bei Zühlke Engineering tagtäglich an Innovationen mit. Mit ihren Brüdern gründete sie das Ogerwerk, eine interaktive Eventlocation mit riesiger LED-Wand, die Krimi-Abenteuer für Teams sowie Kundenanlässe und Trainings anbietet.
Nachhaltigkeit in jedem Gang
Wenn die zwei abends zusammen am Tisch sitzen, gönnen sie sich die umweltfreundlich verpackten Kochboxen von HelloFresh, meist vegetarisch und gern auch mal vegan, und vermeiden so Lebensmittelverschwendung. Dabei planen sie vielleicht ihre nächste Töff-Tour. «Elektrisch Töff zu fahren ist ein anderes Fahrgefühl», ist Alder begeistert: «Über 200 Kilometer Reichweite, schnelles Laden und von 0 auf 100km/h in nur 2,8 Sekunden, ohne den Gang wählen zu müssen. Wir nehmen komfortabel jede Kurve.»
