Die Walliseller Energieversorgerin die werke schloss das vergangene Jahr trotz vieler Unsicherheiten mit einem soliden Ergebnis ab. Mit Investitionen in leistungsfähige Netze, erneuerbare Energien und Elektromobilität beschreiten die werke den Weg in die Energiezukunft. Die Generalversammlung vom 22. Mai 2025 beschloss, den Bilanzgewinn den gesetzlichen Gewinnreserven zuzuweisen.
Die wirtschaftliche Lage war geprägt von der anhaltenden Unsicherheit auf den globalen Märkten. Geopolitische Spannungen und Handelsbarrieren beeinflussten die Lieferketten, was zu Anpassungen und Verschiebungen von Projekten führte.
Die Beschaffungskosten für Energie sanken im Vergleich zum Vorjahr erneut, um 8% auf 46.85 Millionen Franken – doch mit ihnen auch die Erlöse um 5% auf 61.4 Millionen Franken. Gleichzeitig stiegen die Kosten für Material, Personal und die Informatik. Damit erklären sich sowohl der im Vergleich zum Vorjahr insgesamt tiefere Umsatz als auch der um 18% tiefere Jahresgewinn.
Mehr Strom, gleich viel Gas, weniger Wasser
Über das Stromnetz wurde wenig mehr Energie transportiert als im Vorjahr. Insbesondere wirkten sich das milde Klima und der Zubau von Photovoltaik-Anlagen dämpfend auf den Strom-Absatz aus.
Nachdem 2023 der Absatz von Gas – nach dem Verlust eines sehr grossen Industriekunden – um rund 50% eingebrochen war, blieb er im Berichtsjahr auf diesem tieferen Niveau stabil. Der mildeste Winter seit Messbeginn 1864 wirkte sich auch hier aus: Über das Gasnetz wurde 9% weniger Gas transportiert. An der Gastankstelle stagniert der Absatz seit 2023. Nach der Kündigung durch den Vermieter wird der Betrieb per Ende 2025 eingestellt.
Im Vergleich zum Vorjahr wurde etwas weniger Wasser verbraucht. Mit Wasser darf kein Gewinn erwirtschaftet werden. Das Kostendeckungsprinzip ist gesetzlich geregelt. Da es durch Trockenheit und Schadstoffe im Grundwasser immer aufwendiger wird, einwandfreies Trinkwasser bereitzustellen, mussten die Wasserpreise per 1. Januar 2025 erstmals seit 12 Jahren angepasst werden.
Digitalnetze im stark umkämpften Markt
Die neu gewonnenen Anschlüsse auf dem flächendeckenden Glasfasernetz in Wallisellen (+2%) konnten den Rückgang der Anschlüsse auf dem Kabelnetz (-10%) nicht kompensieren.
Produktion von lokalem, erneuerbarem Strom wächst weiter
Dank zusätzlich installierter Anlagen produzierten die werke lokal rund 20% mehr Strom – obwohl die Wetterbedingungen im Berichtsjahr für die Produktion von Solarstrom alles andere als ideal waren.
Investitionen und wegweisende Projekte
Aus einem Pilotprojekt für elektrische Ladeinfrastruktur mit über 200 Parkplätzen entwickelten und lancierten die werke im Jahr 2024 ein marktreifes Produkt. Mit einer eigenen Ladelösung und zwei Abo-Angeboten konnten sie in der Elektromobilität weitere Kunden gewinnen.
Die Nachfrage nach Strom wird in den nächsten Jahren steigen. Deshalb muss die Leistungsfähigkeit des Stromnetzes stark ausgebaut werden. die werke werden weiterhin in Ihre Netze und damit in die Versorgungssicherheit investieren.
Im Berichtsjahr starteten die werke die Installation des flächendeckenden, intelligenten Messsystems (iMS) für das Strom-, Gas- und Wassernetz. Diese Umstellung erfolgt im Rahmen der Energiestrategie 2050 des Bundes.
