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MEDIENMITTEILUNG


Deutlich höhere Stromkosten ab 2011

Die Axpo AG versorgt die Nordostschweizer Kantone mit Strom und hat auf Januar 2011 eine Preiserhöhung von 1,2 Rappen pro Kilowattstunde angekündigt. Diese Preiserhöhung wirkt sich auf die Endabnehmer aus. Die regionalen Stromversorger der Axpo-Kantone setzen sich für tiefere Strompreise ein – so auch die werke versorgung wallisellen ag.

Die Axpo AG hebt ihre Preise auf 1. Januar 2011 um 1,2 Rappen an. Es handelt sich um die erste Preissteigerung seit Jahren. Vorher wurden die Preise laufend gesenkt. Allerdings sorgt die Höhe des Preisanstiegs für Aufsehen. Bei geschätzten Entstehungskosten von 4-5 Rappen im Axpo-Kraftwerkpark entspricht dies einer Preissteigerung von 25%. Wie sich jetzt zeigt, geben die Kantonswerke der Kantone Zürich, Aargau, Thurgau und der Region St.Gallen/Appenzell diese Preiserhöhung in vollem Umfang an die Kunden weiter. Dies führt dazu, dass auch die Endverteiler ihre Kunden nicht vor einer Preiserhöhung verschonen können.

Die 350 regionalen Stromversorger im Axpo-Gebiet versorgen gegen eine Million Privat- und Firmenkunden. Bei 500 Millionen, welche die Endkunden der regionalen Energieversorger heute bezahlen, entspricht dies einer Erhöhung von 100 Millionen Schweizer Franken.

Die Vertreter der Axpo AG begründen die Preissteigerung mit gestiegenen Produktionskosten, teurerem Stromimport aus dem EU-Raum und der allgemeinen Teuerung. Die Verbände der regionalen Stromversorger in den Axpo-Kantonen Zürich, Aargau, Thurgau sowie St. Gallen/Appenzell können mit diesen genannten Argumenten nur einen Teil der 1,2 Rappen nachvollziehen. Die Vermutung besteht, dass die Axpo mit der Preissteigerung zusätzliche Erträge auf Vorrat generiert. Und zwar in besonderem Masse zu Lasten der regionalen Stromversorger und derer Endkunden.

Einsatz für günstigere Preise
Die Verbände der regionalen Stromversorger, in denen auch die werke versorgung wallisellen ag vertreten sind, reagieren auf die Preiserhöhung per 1. Januar 2011 mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Sie werden die Rechtmässigkeit und den Umfang der durch die Vorlieferanten angekündigten Preiserhöhung bei der Elektrizitätskommission, bei der Wettbewerbskommission und durch den Preisüberwacher prüfen lassen. Ziel ist es, nicht nur Klarheit über die Rechtmässigkeit zu erhalten, sondern auch eine öffentliche Diskussion über den teilweise fehlenden politischen Willen zur Stabilisierung der Strompreise zu entfachen.

Die Kantone Zürich, Aargau, Thurgau, St. Gallen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden sind direkt oder indirekt mit rund 90% am Aktienkapital der Axpo-Holding beteiligt. Das bedeutet, dass die Erträge der Axpo in Form von Dividendenzahlungen den Kantonen und Kantonswerken der Nordostschweiz zufliessen. Die fehlende politische Debatte über die Ankündigung des massiven Preisaufschlages verdeutlicht, dass das Interesse bei einem Grossteil der verantwortlichen Energie- und Finanzdirektoren gering ist, sich für weiterhin günstige Strompreise einzusetzen.
 
Für weitere Auskünfte
Markus Attiger, Geschäftsführer
die werke versorgung wallisellen ag
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