MEDIENMITTEILUNG

4. Energieapéro – Höhere Strompreise 2011
Nach 2010 werden die Strompreise im kommenden Jahr in Wallisellen erneut steigen. Darüber informierte der Walliseller Energieversorger, die werke versorgung wallisellen ag, seine grössten Kunden anlässlich des traditionellen Energieapéros.«Leider kommen wir nicht darum herum, unsere Strompreise für nächstes Jahr um durchschnittlich 6,2% zu erhöhen. Gerne hätte ich Ihnen bessere Nachrichten überbracht, zumal dies der zweite aufeinanderfolgende Preisaufschlag ist». Mit diesen wenig erfreulichen Worten begrüsste Markus Attiger, Geschäftsführer von die werke, die Anwesenden.
Der Walliseller Energieversorger hatte seine Grosskunden zum traditionellen Energieapéro eingeladen, um über die Preise 2011 zu informieren. Wer über 100 000 kWh Strom bezieht, dem steht es seit dem 1. Januar 2009 frei, seinen Stromlieferanten zu wechseln. Das aber lohnt sich gemäss Aussagen von Attiger auch trotz der erneuten Preiserhöhung nicht, denn Wallisellen gehört nach wie vor zu den preislich attraktivsten Versorgern der Schweiz. Nicht zuletzt, weil die werke den Strompreis zum dritten aufeinanderfolgenden Mal durch hausinterne Zuschüsse «subventionieren». Markus Attiger dazu: «Nach 2009 und 2010 werden wir auch im Jahre 2011 den Strompreis wiederum zu Lasten unserer Marge sowie der dringend nötigen Bildung von Reserven attraktiver gestalten». Was Markus Attiger damit meint ist, dass der Strompreis effektiv um 13 Prozentpunkte steigen würde, die werke diese Erhöhung jedoch um beinahe 7% abfedern, wodurch die Verteuerung noch durchschnittlich 6,2% beträgt. Wie schon im Jahr zuvor resultieren die höheren Strom- und Netznutzungspreise aus veränderten Rahmenbedingungen innerhalb der Lieferkette AXPO-NOK-EKZ. Übrigens: Die seit vergangenem Jahr eingeführten Bundesabgaben für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) verbleibt weiterhin bei 0,45 Rappen pro Kilowattstunde. Die Abgabe für System-dienstleistungen (SDL) hingegen wurde von 0,4 auf 0,77 Rappen pro Kilowattstunde erhöht.
Wallisellen wird definitiv naturemade
Seit längerer Zeit schon verfolgen die werke eine auf Ökologie und Nachhaltigkeit ausgerichtete An-gebotsstrategie. Ab Herbst 2010 nun soll diese Strategie in die Tat umgesetzt werden. Unter anderem mit Ökostromprodukten aus der naturemade star-Palette sowie mit Biogas. Hintergrund dieser Neuausrichtung ist die Tatsache, dass gegen Ende 2010 über 4 GWh in Wallisellen produzierter Ökostrom zur Verfügung stehen wird. Markus Attiger dazu: «Diese Menge ist beträchtlich und birgt für den heute nicht gesicherten Absatz ein grosses finanzielles Risiko. Um diese Risiken zu minimieren, haben wir einen Partner gesucht, der den Absatz der eigenen Walliseller Produkte garantiert und den Bedarf für unsere Kunden, in verschiedenen Qualitäten, jederzeit deckt». Dieser Partner wurde mit dem ewz gefunden. Die entsprechenden Verträge sind unterzeichnet. Zudem wurden mit umliegenden Energieversorgern Verträge für die Lieferung von Biogas abgeschlossen. Das für die Versorgung des Marktgebietes nötige Volumen ist gesichert. Es handelt sich um ein hochstehendes Biogasprodukt, das den zurzeit höchsten ökologischen Massstäben entspricht. In den kommenden Tagen wird der Walliseller Energieversorger mit einer breit angelegten Kampagne an die Öffentlichkeit gelangen und den Bezug von ökologischen Energien gezielt fördern.
Cleantech – forschen für eine nachhaltige Wirtschaft
Abschluss des gut besuchten Anlasses bildete ein Gastreferat von Herrn Gian-Luca Bona, ETH-Professor und Direktor der Empa. Unter dem Titel «Cleantech – forschen für eine nachhaltige Wirtschaft» wies Gian-Luca Bona auf Entwicklungen hin, die für langfristigen Erfolg unbedingt beachtet werden sollten.
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