Geschichte:

Wallisellen im Wandel der Zeit • Wasser • Strom • Gas


Geschichte

Die Geschichte von die werke beginnt im 19. Jahrhundert, mit dem Wasser. Das Unternehmen ist mit Wallisellen und der ganzen Region gewachsen und eng mit ihr verbunden. Auch technische Entwicklungen prägen die Unternehmensgeschichte wesentlich mit.

Wallisellen im Wandel der Zeit

Wallisellen ist in den letzten 100 Jahren stark gewachsen und wird weiter wachsen. Damit steigt die Nachfrage nach Energie und Wasser. die werke punkten als zuverlässiger Versorger in der Region.

Luftaufnahme von 1921: Wallisellen als beschauliches Dorf.
Luftaufnahme von 1978: Aus dem Dorf ist eine Stadt geworden.

Vom Dach des Einkaufszentrums Glatt aufgenommen: Blick auf Wallisellen im Jahr 2014.

Wasser

Früher oblag die Beschaffung des Trink- und Brauchwassers den Hausbesitzern. Für den Unterhalt der Gemeindebrunnen hatte die Gemeinde aufzukommen. Erste Schriften dazu tauchen bereits im Jahr 1777 auf. Und nicht immer waren die Einrichtungen sauber und der Gesundheit förderlich. So mahnte der Rat in einem Dokument von 1809 die Vernachlässigung von Brunnen an und dass diese einen Einfluss auf die Gesundheit der Einwohner und des Viehs habe.

Das erste Wasserreservoir von Wallisellen.

Das Unterdorf um 1910: Einfachheit prägt das Dorfleben. 1915 erhalten die ersten Haushalte fliessend Heisswasser.

Von 1895 bis 1897 wurden in Rieden und Wallisellen die ersten zentralen Wasserversorgungen erstellt. Das Wasser wurde erstmals mit Pumpen in Reservoirs geleitet und über öffentliche Leitungen verteilt. Die Länge der öffentlichen Leitungen betrug bei der Erstellung in Wallisellen 1.4 km und in Rieden 1.75 km. Heute ist unser Wasserleitungsnetz 61 km lang .

Mit dem Bevölkerungswachstum stieg der Wasserbedarf. Probebohrungen und Wasserlieferverträge mit der Gemeinde Opfikon und der Stadt Zürich zeugen von der Wassersuche. Eine wichtige Wegmarke war die Entwicklung der Gruppenwasserversorgung Lattenbuck 1948/1954, welche die Versorgung in den Gemeinden Dietlikon und Wallisellen sicherstellte und die Abhängigkeit vom Wasser der Stadt Zürich reduzierte.

1966 folgte die Gruppenwasserversorgung Vororte und Glattal (Furttal, Kloten, Gross-Lattenbuck, Oberes Glattal), der die Gruppe Gross-Lattenbuck angehörte, mit den neu angeschlossenen Gemeinden Illnau und Wangen. 1971 folgte eine zusätzliche Erweiterung. Der Zweckverband umfasste nun die Gemeinden Effretikon, Lindau und Nürensdorf.

Die Wasserversorgung in Wallisellen wurde über die Jahrhunderte und Jahrzehnte hinweg immer wieder den Bedürfnissen der Bewohner angepasst. 1930 bezogen Haushalt, Gewerbe und Industrie noch 0.1 Mio. m³, 1950 bereits 0.3 Mio. m³. Heute verbrauchen die Walliseller pro Jahr rund 1.3 Mio. m³ Wasser. Bemerkenswert ist, dass das Walliseller Trinkwassers rein und hoch mineralisiert ist und den Standard eines guten Mineralwassers erreicht .


Strom

An der Landesausstellung 1893 in Zürich waren die ersten elektrischen Lampen zu bestaunen. Damals wurde in Wallisellen die spärliche Strassenbeleuchtung mit Gas und Öl betrieben. Für den Unterhalt war ein Laternenbesorger der Gemeinde verantwortlich. 1903 wurde das «Elektrizitätswerk der Gemeinde Wallisellen» gegründet. Im gleichen Jahr wurde die erste Hochspannungsleitung für die Glatttalgemeinden gebaut – von Seebach über Wallisellen, Dübendorf, Uster nach Grüningen. Damit begannen der Bau des gemeindeeigenen Verteilnetzes und die Umstellung der öffentlichen Beleuchtung auf elektrische Laternen, mit rund 45 ersten Lampenstellen.

Gewerbe und Bevölkerung investierten allerdings noch einige Jahre lang in andere Lichttechnologien wie Azetylengas-Beleuchtungen oder Petrolpressgasanlagen. Doch der Siegeszug des elektrischen Stroms war nicht aufzuhalten, das Zeitalter der Glühbirne begann. Zudem wurden die Vorteile des Elektromotors gegenüber dem Petrolmotor oder der Dampfmaschine augenfällig. Das Geschäft mit der Elektrizität begann zu blühen. Weil der bisher angewendete Pauschaltarif dieser Entwicklung nicht mehr gerecht wurde, führte man den Stromzähler ein.

Stromstatistik von Wallisellen aus dem Jahre 1910:
Kohlefadelampen
Metallfadenlampen
Bügeleisen
Motoren
1'227 Stk.
670 Stk.
82 Stk.
22 Stk. 144 PS

Infolge der Brennstoffknappheit im Ersten Weltkrieg wurde elektrische Energie zunehmend für Heizzwecke eingesetzt. Die Nahrungsmittelknappheit führte dazu, dass in beiden Weltkriegen durch die Gemeinde grosse elektrische Dörranlagen für die Trockenkonservierung von Obst und Gemüse betrieben wurden. 1928 wurde der erste Betriebsleiter für die Gemeindewerke eingestellt und das Personal ergänzt. Ab den 1930er Jahren wurden wichtige Strassenkreuzungen und Bahnübergänge die ganze Nacht über beleuchtet. Neue industrielle Bauten und das Bevölkerungswachstum führten in der Folge zu einem ständigen Ausbau der elektrischen Versorgung in Rieden und Wallisellen.

Heute betreiben und unterhalten die werke ein Mittelspannungsnetz (16 kV) von rund 24 km und ein Niederspannungsnetz (400/230 V) von gut 164 km und versorgen rund 11'000 Kunden mit Strom.


Gas

Ende 1914 bewilligte die Gemeindeversammlung die Mittel für den Bau eines öffentlichen Gasversorgungsnetzes. Bereits ein Jahr später wurde das 7,8 km lange Netz in Betrieb genommen und bald weiter ausgebaut.

Als Verbrauchsstellen waren am Anfang vor allem Küchen- und Badeöfen zu verzeichnen. Rasch begannen sich auch Industrie und Gewerbe für Gas zu interessieren. Der erste Weltkrieg brachte Energieknappheit. Der Mangel an Kohle liess die Gasproduktion sinken, die Preise stiegen und Gas wurde rationiert. Dieses Szenario wiederholte sich während dem Zweiten Weltkrieg. Danach wurde der Ausbau des Walliseller Gasnetzes kontinuierlich weiterbetrieben.

Nachdem 1972 das Stadtgas aus Zürich ausgedient hatte, folgte das ökologisch und ökonomisch attraktivere Erdgas. Ab 1984 wurden die Gemeinden Dietlikon und Brüttisellen ans Walliseller Gasnetz angeschlossen, seit 2008 auch die Gemeinde Wangen.
Jubiläumsjahr 2014: Gas ist ein Multitalent.
Das Gashüsli an der Industriestrasse.
Seit 1915 hat sich viel getan. Küchen und Bäder haben sich mit dem Fortschritt der Technik und den Einrichtungstrends stark gewandelt. Die Gasgeräte sind hoch effizient geworden und rigorose Sicherheitsstandards für Anlagen, Leitungen und Verbrauchsgeräte machen Erdgas sehr anwendungssicher. Gas eignet sich zum Heizen, Kühlen, Kochen, Backen und seit einigen Jahren auch zum Autofahren.Der effiziente Energieträger wird entweder aus dem Erdinneren gewonnen oder heute mehr und mehr aus Biomasse produziert.