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Schon bald Realität:
Kleinwasserkraftwerk
Herzogenmühle in Wallisellen
Kolumne vom September 2007
Naturstrom – mehr als ZeitgeistVor wenigen Jahren noch wurde Naturstrom, Energie aus erneuerbaren Quellen also, despektierlich als trendiges Nischenprodukt abgestempelt. Heute ist das ganz anders. Wie haben bemerkt, dass unserem Planeten halt doch natürliche Grenzen gesetzt sind. Und das wiederum hat zu veränderten Bedürfnissen geführt. Strom aus Wasserkraft, Sonnenenergie oder Biomasse ist gefragter denn je – bei Kleinstverbrauchern genauso wie in Unternehmen.
Umweltbewusste Energieversorger bieten Privathaushalten und Unternehmen ein attraktives Angebot an Naturstromprodukten. So auch in Wallisellen: Kundinnen und Kunden können heute darüber entscheiden, ob sie zur Deckung des Energiebedarfs auf das Naturstromprodukt «Blue» «Azur» oder«Sky» zurückgreifen möchten. Bei «Blue» handelt es sich um Energie aus 100% Wasserkraft zum Mehrpreis von 2 Rappen pro kWh. Für eine vierköpfige Familie mit einem Jahres-verbrauch von 5'000 kWh bedeutet dies ein Aufpreis von acht Franken im Monat zu Gunsten der Natur. «Azur» ist ein Mix aus Wasserkraft von Kleinkraftwerken, Biomasse- sowie Solarenergie zum Preis von plus acht Rappen pro kWh. Das Produkt «Sky» kostest plus 24 Rappen und beinhaltet einen grossen Anteil Solarenergie, daneben Energie aus Kleinwasserkraftwerken und Biomasse-Energie.
Mit allen drei Angeboten leisten die Konsumentinnen und Konsumenten einen ökologisch sinnvollen Beitrag. Gleichzeitig unterstützen sie einen Naturstrom Fonds, aus welchem innovative Projekte im Bereich der erneuerbaren Energie gefördert werden.
Mit gutem Beispiel voran
Nicht nur auf der Nachfrageseite gilt es, Signale in Richtung umweltschonende Energieproduktion auszusenden, auch Behörden und die Energieversorger selbst können sich direkt dafür einsetzen, dass erneuerbare Energien vermehrt zum Einsatz kommen. Der beste Beweis dafür ist das jüngste Walliseller Energieversorgungsprojekt, das von Gemeinderat Bernhard Krismer initiiert wurde und von Walliseller Energieversorger die werke getragen wird. Die Rede ist vom geplanten Kleinwasserkraftwerk Herzogenmühle, das bereits Mitte 2008 ans Netz gehen soll. Wallisellen hat im vergangenen Jahr 143'466'876 kWh Strom verbraucht. Mit dem projektierten Kleinwasserkraftwerk könnten künftig runde 147'500 kWh Strom produziert werden. Das sind zugegebenermassen le-diglich 0,1 Prozent des letztjährigen Verbrauchs. Doch beim Kleinwasserkraftwerk Herzogenmühle geht’s um weit mehr als um reines Renditedenken. Es geht um moderne Energieversorgung, um Nachhaltigkeit, kurz, um eine Investition in die Zukunft.
Ja, und wer sich nach all dem Gelesenen nun fragt, wo sich denn mit Naturstrom komfortabel sparen lässt, so gilt für dieses eine Mal: Mit der Verwendung von Naturstrom ersparen sich die Menschen eine riesige Menge höchst bedrohlicher Umweltprobleme. Und das ist doch beileibe ein enorm erstrebenswertes Sparpotenzial. Nicht wahr?
