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Kolumne vom November 2007
Elektrogeräte auf Diät setzenStromfresser nennt man sie. Manche tun es klammheimlich, andere offensichtlich. Elektrogeräte beanspruchen 60% der Elektrizität in der Schweiz. Viele davon stehen in Privathaushalten. Höchste Zeit also, herauszufinden, welche der Helfer und Unterhalter im Haushalt übermässig Energie kassieren für ihren Dienst. Warum nicht einmal seinen Gerätepark durchtesten? Wetten, es gibt einige Überraschungen und mehr als nur einen Ansatzpunkt zum Energie und damit Kosten sparen?
Was ist normal?
Einen ansprechenden Gratistest gibt es online unter www.energybox.ch. Dort kann der Stromverbrauch des eigenen Haushalts mit Schweizer Durchschnittswerten verglichen werden. Dazu braucht es kein Fachwissen. Das Resultat ergibt sich aus Angaben wie, welche Gerätetypen zum Heizen, Kühlen, Backen, Fernsehen usw. im Haushalt sind – ob gross, ob klein, ob alt oder neu – oder wie und wie lange sie angewendet werden – Dauerbetrieb, Stand-by oder Abschalten. Am Ende des Tests ist nicht nur ersichtlich, ob der eigene Stromverbrauch unter- oder überdurchschnittlich ist, es gibt auch konkrete Hinweise aufs Sparpotenzial.
Natürlich sind Durchschnittswerte eben nur Durchschnittswerte, also errechnet aus differierenden Verbrauchszahlen. Der Stromverbrauch kann sich pro Anwendung (Waschen, Gefrieren, Spülen etc.) ziemlich unterscheiden – je nach Betriebsweise, Einsatzhäufigkeit, Platzierung (zum Beispiel Kühlgerät neben Heizung) oder Wartung. Wesentlich ist auch das Alter der Geräte: Backöfen aus dem Jahr 1980 brauchen doppelt soviel Energie wie aktuelle Modelle. Glaskeramikherde sind ein Drittel sparsamer als Gussplatten.
Die Elektrogeräte-Industrie hat sich Energie-Effizienz gross ins Pflichtenheft geschrieben. Das führt zu einem erfreulich breiten Angebot an sparsamen Geräten. Ein Hilfsmittel, deren Effizienz zu vergleichen, ist die Energie-Etikette, welche mit den Buchstaben A bis G deklariert, wie viel das Gerät im Vergleich konsumiert. Insbesondere bei Kühl- und Gefriergeräten ist dies entscheidend. Sie laufen im Dauerbetrieb und sind verbrauchsintensiv. Musterrechnungen zeigen, dass über die Lebensdauer eines Kühlgerätes mehrere hundert Schweizer Franken Energiekosten gespart werden können, wenn statt eines C-Gerätes ein A-Klasse-Gerät verwendet wird.
Welches sind die Vielfrasse?
Wer spezifischer wissen möchte, welche Geräte wie viel Strom konsumieren, macht am besten eine Messung bei sich zu Hause. Dazu wird ein Messgerät benötigt, welches über einen bestimmten Zeitraum zwischen den Netzstecker des zu untersuchenden Haushaltgerätes und die Steckdose gesteckt wird. Aus der Hochrechnung des Verbrauchs geht hervor, welche Verbraucher wie auf die Stromrechnung einwirken. Apropos, der Walliseller Energieversorger die werke verleiht solche Messgeräte kostenfrei an interessierte Kundinnen und Kunden. Mit so einem Test wird klar, welche Elektrogeräte gegen energiesparende Modelle ausgetauscht oder auf Diät gesetzt werden müssen.
