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Kolumne vom Dezember 2007

Winterzeit - Wohlfühlzeit

Wenn’s draussen grau und kalt ist, wächst drinnen in der guten Stube das Verlangen nach Behaglichkeit. Sich so richtig wohl fühlen, die Annehmlichkeiten des gemütlichen Wohnens auskosten, kurz, das Leben zu Hause in vollen Zügen geniessen: Das alles macht das garstige Wetter zum Wunschprogramm.

Nur, uneingeschränktes Wohlfühlen gibt’s nicht einfach so zu haben. Die Zutaten dafür heissen «Temperatur» und «Luftfeuchtigkeit» Die richtige Mixtur sorgt nicht nur für optimale Lebens-qualität, aber auch für ein Minimum an Energieverbrauch und damit verbunden: Ein Minimum an Kosten. Wie funktioniert das?

Zum Beispiel, indem Heizkörper nicht mit Gardinen und Vorhängen verhängt oder hinter Möbel gestellt werden. Der Energiebedarf, um Zimmer auf Wohntemperatur zu heizen, steigt sonst um bis zu 40%. Zu diesem Thema gleich noch einen Tipp: Nach dem Duschen sollten die nassen Bade- oder Handtücher zum Trocknen an einen Wäscheständer und nicht über die Heizung gehängt werden.

Weiteres Sparpotenzial liegt im Lüften. Während des Lüftens geht Energie zum Fenster raus – weil nicht richtig gelüftet wird. Zum Lüften sollten die Heizungen abgedreht werden. Dann unbedingt mit Durchzug lüften, denn dadurch müssen die Fenster bei gleichem Luftaustausch weniger lange geöffnet bleiben. Das richtig Lüften sorgt für ein gesundes Wohnklima, wird doch dadurch der so genannte Luftfeuchtigkeits-Niederschlag verhindert, was die Bildung von Schimmel hemmt. Und auch dazu noch einen Tipp: Übersteigt die Raumluftfeuchtigkeit 60%, so sollte generell gelüftet werden. Aber bitte richtig, denn viele Menschen neigen dazu, zwecks Durchlüftung die Fenster auf Kippstellung zu lassen. Das führt zu extremem Wärme- bzw. Energieverlust.

Zum Thema Raumtemperatur: Auch hier lässt sich extrem komfortabel sparen. Jedes Grad weniger an Raumtemperatur spart ungefähr sechs Prozent Heizenergie. In Wohn- und Arbeitsräumen reichen 20 Grad. In Küche und Bad sind es idealerweise deren 18 und in Gängen liegt die empfehlenswerte Temperatur bei 15 Grad. Übrigens: Energie wird auch gespart, wenn nachts die Raumtemperatur um fünf Grad gesenkt wird.

Und noch ein letzter Tipp: Während der Heizperiode sollten abends und nachts die Rollläden, Fensterläden und Vorhänge geschlossen werden. Diese „Barrieren“ verhindern das Entweichen von Wärme, vermindern also das Auskühlen des Hauses bzw. der Wohnräume. Durch das konsequente Schliessen von Rollläden während der Nachtstunden lassen sich bis zu 15 Prozent an Heizenergie sparen.

Noch ein Wort zur Wartung: Heizkörper müssen bei Bedarf entlüftet werden. Dies wird erforderlich, sobald es in den Heizkörpern hörbar „gluckert“ oder wenn Heizkörper partiell kalt bleiben. Dass sich Luft im Heizsystem ansammelt ist nicht ungewöhnlich. Durch die Ausstattung einiger Wohnräume mit einem Thermometer lassen sich durch schlecht entlüftetet Heizsysteme verursachte Temperaturschwankungen schnell erkennen.