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Kolumne vom April 2008
Pfannenfertige Kost(ensparer)Ob bescheidenes Schnellmenu oder kulinarischer Höhenflug, auch beim Kochen lässt sich Energie sparen. Das beginnt schon bei grundsätzlichen Dingen:
Beispielsweise beim Kochherd selbst. Gasherde sind bezüglich ihres Wirkungsgrades am effizientesten. Zudem passt sich die Gasflamme jeder Topfgrösse und Bodenform an. Bei elektrischen Herden sind Glaskeramikherde effizienter als solche mit Gussplatten. Noch besser als Glaskeramik- sind Induktionskochherde. Ist die Anschaffung eines neuen Elektroherdes ein Thema, so gibt das Energielabel Auskunft über die Energieeffizienz des Gerätes.
Wenn Sie mit Kochen beginnen, achten Sie darauf, dass Sie den Kochtopf oder die Bratpfanne auf eine Platte mit möglichst gleichem Durchmesser setzen. Wenn nämlich die Pfannenfläche kleiner ist, als die Plattenfläche, verpufft viel Energie. Soll nur eine Miniportion zubereitet werden, so sollten Sie eine kleine Pfanne verwenden. Auch das spart Energie. Ein weiterer Punkt: Bemessen Sie die Wassermengen möglichst genau, denn überflüssig erhitztes Wasser verbraucht unnötig Energie.
Beim Kochen empfiehlt sich, immer einen Deckel zu verwenden. Kochen ohne Deckel verbraucht nämlich drei bis viermal mehr Energie als mit Deckel. Und wenn wir schon bei der Pfannenausrüstung sind: Pfannen mit verbeulten oder verbogenen Böden verheizen bis 15 % mehr Energie als intakte. Ein Elektrokochherd hat beim Anheizen den grössten Energiebedarf. Wenn die nötige Hitze erreicht ist, kann der Regler eine Stufe zurückschaltet werden. Nutzen Sie auch die Nachwärme der Herdplatte, indem Sie fünf Minuten vor Ende der Kochzeit die Herdplatte abschalten.
Beim Backen ist die regelmässige Reinigung des Ofens insofern wichtig, als dass verschmutzte Flächen die Wärme schlechter leiten. Bei Elektrobacköfen sind Heiss- oder Umluftgeräte die Sparsamsten. Bei diesen Geräten lassen sich während des gleichen Back- oder Bratvorgangs auch mehrere Ebenen gleichzeitig nutzen – was natürlich die Energieeffizienz deutlich verbessert. Vorheizen ist übrigens in den seltensten Fällen wirklich nötig. Also auch da kann gespart werden! Die Backofentür sollten Sie während des Backens oder Bratens möglichst wenig öffnen.
Es gibt aber noch weitere energiesparende Haushaltsgeräte. Für die Heisswasserzubereitung ist es gescheiter, einen Wasserkocher statt einer Pfanne zu verwenden. Sie sparen damit etwa 30 % Strom. Nützlich ist auch – Altbundesrat Adolf Ogi hat dafür geworben – ein Eierkocher, der Ihr Frühstücksei auf effektive Weise zubereitet. Wenn wir den Kaffee oder Tee warm halten wollen, dann ist ein Thermoskrug einer Warmhalteplatte vorzuziehen. Und vielleicht werfen Sie auch wieder mal einen kritischen Blick auf Ihren Kühlschrank. Ist dieser älter als zehn bis fünfzehn Jahre, so ist er nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Heutige Geräte verbrauchen bis zu 80 % weniger Strom.
