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Energieversorger «die werke» betoniert Mitarbeitende ein
Es geschah am 4. Mai 2009 am helllichten Tag in Wallisellen vor rund 30 Zeugen. Was wie ein Skandal anmutet, ist in Wirklichkeit eine äusserst menschliche Geste. Aber lesen Sie selbst!Während das neue Werk- und Feuerwehrgebäude heute schon Geschichte schreibt, mit seinen hohen Nachhaltigkeitsstandards und der Nutzergemeinschaft von Energieversorgung und Feuerwehr, wurde am Montag, 4. Mai auch für die Geschichte von morgen gesorgt: Bei der Grundsteinlegung wurden in einem feierlichen Akt Zeitdokumente in die Bodenplatte einbetoniert.
Die Grundsteinlegung ist eine Tradition, beinahe so alt, wie die Kunst des Bauens. Bereits die Mayas und die Sumerer haben Bauopfer erbracht. Geopfert wurde in Wallisellen nur Papier und Metall. Dies aber symbolträchtig. Den Anfang machte der Walliseller Gemeindepräsident Otto Halter. Die Botschaft an die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, welche die Pläne und Visualisierungen des Bauwerks enthielt, wanderte neben dem Jahresbericht der Gemeinde, der Begrüssungsschrift für Neuankommende in Wallisellen, einem Ortsplan sowie einer aktuellen Ausgabe des Anzeigers von Wallisellen in die kupferne Box. Halter betonte, dass es gerade im Hinblick auf die nachfolgenden Generationen wichtig sei, mit diesem Bauwerk ein Vorzeigeobjekt für Nachhaltigkeit zu erschaffen. Nicht nur in der späteren Betriebsphase, sondern bereits indem, dass der Energieaufwand bei der Erbauung möglichst gering gehalten werde.
Danach folgte die Schlagzeilen-auslösende Tat von Markus Attiger, des Geschäftsführers von die werke. «Die Mitarbeitenden sind das Fundament eines Unternehmens, darauf gründet dessen Erfolg.» Sagte es und legte die in einem Heft gebunden Portraitaufnahmen seines Teams in die Zeitkapsel, zusammen mit einem druckfrischen Geschäftsbericht.
Ein glänzendes Feuerwehrkreuz, der leuchtende Kobra-Wimpel sowie ein Dokument der Gebäudeversicherung, welche das neue Feuerwehrgebäude mitfinanziert, spendete der neue Leiter der Feuerwehr Wallisellen, Herr Beat Sallenbach, in die Kiste. 1928 steht als Baujahr auf dem bisherigen Feuerwehrgebäude. Mit dem Neubau sieht Frau Barbara Neff, Gemeinderätin und Sicherheitsbeauftrage der Gemeinde, eine essenzielle Voraussetzung geschaffen, um ein gänzlich professioneller Partner unter den Blaulichtorganisationen zu sein.
Einen grossen Packen Bauplänen fügten schliesslich die CH Architekten hinzu, bevor die Kiste vor den Augen aller Anwesenden verlötet und in die Bodenplatte verlegt wurde. Mit diesem Akt der Grundsteinlegung ist der Bau nun bereit für den Hoch- und Ausbau, der voraussichtlich im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein wird.
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